Schimmelsanierung

Auf Käse oder Salami mag er in der edlen Variante passen. In Innenräumen hat Schimmel allerdings nichts zu suchen.

Kommt es in Wohnräume trotz richtigem Lüftungsverhaltens zu Stockfleckenbildung, liegt dies meist an einer fehlenden oder mangelhaften Wärmedämmung, es gibt sogenannte Wärmebrücken.

Eine Außendämmung wäre die perfekte Lösung, wenn dies allerdings nicht möglich ist, weil das Gebäude z.B. denkmalgeschützt ist oder aus anderen Gründen, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten der Dämmung für die Innenraumwände, wie z.B. mit Calciumsilikat-Platten.

Calciumsilikat-Platten haben eine hohe Wasseraufnahmekapazität und haben zusätzlich noch wärmespeichernde Eigenschaften, sind schimmelhemmend und nicht brennbar. Sie sind eine günstige Alternative zu einer Außendämmung.

Schimmel­probleme!!!

Nicht nur lüften, auch heizen!

Ideales Wohnklima:
Ca. 40% – 55% Luftfeuchte und ca. 19° – 22° Raumtemperatur.

Im Sommer:

Im Sommer, bei sehr warmen und schwülen Wetter, kann man natürlich die Luftfeuchte wenig beeinflussen.
Diese Feuchte richtet normalerweise KEINEN Feuchteschaden an, da die Wände jetzt ebenfalls warm und nicht kalt sind. Sollte diese Luft allerdings in den Keller gelangen, wird sie an kalten Stellen wie z.B. kalte Wasserrohre kondensieren.

Im Winter:

An kalten Wintertagen mit Regen, Schnee oder Nebel bitte auch lüften! Man spricht von einer relativen Luftfeuchtigkeit, weil ihre Feuchtigkeit oder ihr Wasserdampfgehalt von der Temperatur abhängig ist. Die „feuchte Suppe“ draußen ist kalt und kalte Luft kann nur wenig bis gar keine Feuchtigkeit aufnehmen. Gelangt diese Luft jedoch in die Wohnung, wird sie erwärmt und nun kann sie ein Vielfaches an Wasserdampf aufnehmen.
Je wärmer die Luft, desto mehr Wasser kann sie aufnehmen!

Schimmel­entstehung vermeiden

Empfohlen wird mehrmals täglich eine Stoßlüftung, in der Regel nicht mehr als 10-15 Minuten, um die Raumluft auszutauschen. Es wird in dem Moment zwar etwas frisch, aber die Wände haben die Wärme ja gespeichert und bereits nach wenigen Minuten hat der Raum wieder seine Temperatur wie vor dem Lüften. Die nun trockene Raumluft lässt sich mit viel weniger Heizenergie behaglich halten, als die feuchte Luft vor dem Lüften.

Je wärmer die Luft, desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen. Wenn jedoch warme Luft abkühlt, steigt der relative Feuchtegehalt bis zum Sättigungsgrad (100% relative Luftfeuchtigkeit) und bei weiterer Abkühlung wird der überschüssige Wasserdampf in Tröpfchenform ausgeschieden. Die Temperatur, bei der dies passiert nennt man Taupunkt.

Anhand der Taupunkt-Tabelle und einem Messgerät, das Temperatur und relative Luftfeuchte anzeigt, kann der Taupunkt der Raumluft leicht ermittelt werden.

Luft-Temp.Taupunkt-Temperatur in C° bei einer relativen Luftfeuchtigkeit 
 30%35%40%45%50%55%60%65%70%75%80%85%90%95%
26°7,19,41,413,214,816,317,618,920,121,222,323,324,224,1
25°6,28,510,512,213,915,316,718,019,120,321,322,323,224,1
24°5,47,69,611,312,914,415,817,018,119,320,321,322,323,1
23°4,56,78,710,412,013,514,816,117,218,319,420,321,322,2
22°3,65,97,89,511,112,513,915,116,317,418,419,420,321,2
21°2,85,06,98,610,211,612,914,215,316,417,418,419,320,2
20°1,94,16,07,79,310,712,013,214,315,416,417,418,319,2
19°1,03,25,16,88,39,811,112,313,414,515,516,417,318,2
18°0,22,34,25,97,48,810,111,312,513,514,515,416,317,2
17°-0,61,43,35,06,57,99,210,411,512,513,514,515,316,2
16°-1,45,02,44,15,67,08,29,410,511,612,613,514,415,2
15°-2,2-0,31,53,24,76,17,38,59,610,611,612,513,414,2
14°-2,9-1,00,62,33,75,16,47,58,69,610,611,512,413,2
13°-3,7-1,9-0,11,32,84,25,56,67,78,79,610,511,412,2
12°-4,5-2,6-1,00,41,93,24,55,76,77,78,79,610,411,2

Ein Beispiel zur Verdeutlichung

Wenn das Messgerät z.B. eine Lufttemperatur von 22°C anzeigt und die r.F. 70% beträgt, dann kann man aus der Tabelle 16,3°C ablesen. Das bedeutet, dass diese Luft an allen Stellen kondensiert (es treten Wassertröpfchen auf), die kühler als 16,3° sind. Das kann eine kalte Flasche Wasser sein, aber auch die kalte Wand.

Hätte diese 22°C warme Luft allerdings eine r.F. von 45%, dann müssten die Wände unter 9,5°C kalt sein, damit die Wassertröpfchen entstehen.

Schaltet man morgens die Heizung ganz runter, kühlen die Wände nach einigen Stunden aus. Dreht man mittags oder abends die Heizung wieder auf, wird zwar die Raumluft-Temperatur schnell steigen, die Wände aber bleiben noch Stunden kalt. Und nun kondensieren Atemluft, Kochdunst oder Duschdampf auf den kalten Wänden.

Besser ist es, die Heizung immer ein wenig laufen zu lassen, damit die Wände nicht auskühlen, das spart auch mehr Energie.

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